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erstellt am: 13.03.2017

Mozart

Rasse: Rottweiler
Alter: geb.ca. 2010
Geschlecht: Rüde – kastriert
Familie: er war ein Zwingerhund – leider unbekannt
Hunde: freundlich interessiert – lebte lange mit einer Hündin zusammen
andere Tiere: an der Leine unauffällig
allein sein: ja, er passt aber gut auf

 

Herkunft

Wenn ich Ihnen diese Geschichte erzähle, werden Sie sie mir wahrscheinlich nicht glauben. Mozart wurde zusammen mit seiner Freundin auf dem Gelände einer Schweinezuchtanlage gehalten, um -Überraschung- aufzupassen. Als die Anlge geschlossen wurde, versuchte man die beiden Hunde loszuwerden, in dem „Mann“ sie in ein Wasserfass stopfte um sie zu ertränken. Bei der Hündin klappte das auch – Mozart war schlichtweg zu groß für das Fass. Er zog zu einem Mann (ich weiß nicht ob er ein Matarbeiter der Anlage war) und passte auf dessen Gundstück auf. Leider stand das Grundstück lange leer und Mozart war viel alleine. Als dort ein älterer Mann einzog, wurde es für ihn besser. Der Mann kümmerte sich um ihn und sie gingen sogar gemeinsam spazieren. Das war mehr, als sich der alte Rotti je erhofft hat. Dann starb der alte Mann plötzlich und niemand kümmerte sich mehr um den Hund. Nur eine Nachbarin fütterte ihn ab und an. Sie meldete sich bei einer lieben, ehrenamtlichen Mitarbeiterin von uns die es schaffte, den Hund dort herauszuholen.
Der große Kerl war ganz abgemagert, hatte kahle Hautstellen und war nur noch ein Häufchen Elend.

Foto-Galerie


 
Wie er sich bei uns entwickelt hat

Inzwischen ist aus dem Häufchen Elend ein stolzer großer Rotti geworden. Ein Bild von einem Rotti. Sein Fell und die Augen glänzen und er ist ein aufgewecktes Kerlchen. Anfangs hat er uns sehr irritiert. Er machte alles anders herum als „normale“ Hunde. Hunde werden eigentlich bei Unbehagen, Unsicherheit oder schlichtweg Aggression ganz steiff – Mozart macht das, wenn ihm etwas besonders gut gefällt. Das muss man erstmal rausfinden! So manche Schrecksekunde war beim Kennenlernen schon dabei. Inzwischen kennen wir ihn und er uns. Mozart ist ein lieber Bursche, der aber durchaus seinen Wachberuf ernst nimmt. Dabei ist er sehr imposant, aber nicht gefährlich. Es reicht völlig, wenn er mit hoch erhobenen Kopf und leichter Bürste über den Hof getrabt kommt. Wobei sich das Ganze bei Wiedererkennen sofort in totale Freude verwandelt.

Was wir uns wünschen

Mozart hatte unendlich viel Pech im Leben. Und er hat Furchtbares miterleben müssen. Mitten in Deutschland. Nicht in Rumänien oder Ungarn. Nein, gleich nebenan. Leider gibt es das auch hier zu lande sehr häufig. Jetzt ist es für diesen Hübschen an der Zeit, dass es richtig Gut wird. Denn mit Schlechtem kennt er sich aus. Davon hat er genug. Wir wissen nicht, wie Mozart auf Kinder reagiert – schließlich hat er nie welche kennengelernt. Deshalb wäre eine Familie mit vernünftigen Teenagern besser für ihn geeignet. Über einen gut gezäunten Garten an „seinem“ neuen Haus würde er sich riesig freuen… und ein neues nettes Hunde-Mädchen, die das Grauen vergessen lässt.
Mozart ist artig im Haus und möchte nicht wieder in einem Zwinger leben. Findet sich für diesen tollen Burschen vielleicht eine tolle Familie, auf die die Beschreibung passt?