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erstellt am: 02.07.2017

Lucky

Rasse: Jagdhund-Mischling
Alter: geb. 27.12.2011
Geschlecht: Rüde -kastriert
Familie: ./.
Hunde: verträglich und verspielt
andere Tiere: Jagdtrieb
allein sein: Lucky kann alleine bleiben

 

Herkunft

Lucky kam zusammen mit 19 weiteren Hunden am 27.09.2013 aus einer privaten Tiernothilfe in Tuoro am Trasimenosee in Italien zu uns. Diese Nothilfe wurde von der Kommune wegen einer schweren Erkrankung der Betreiberin geschlossen. Die Tiere mussten bis 30. September 2013 dort weg sein, oder sie wären in die kommunalen Tierheime verteilt worden.

Viele Tierschutzorganisationen unterstützten diese Tiernothilfe. Wir fuhren dorthin um Futter und Decken zu bringen, die Tiere zu scheren, teilweise mit einem Tierarzt Kastrationen vorzunehmen, die Tiere zu entwurmen und zu entflohen, oder eine Ladung “Scalibor-Halbänder” vorbeizubringen. Diese Halsbänder schützen relativ zuverlässig gegen Schmetterlingsmücken, die wiederum Überträger für Mittelmeerkrankheiten sind. Auch eine Mitarbeiterin dort bezahlten wir für viele Jahre.

Wir konnten doch die armen Kerlchen dort, die wir schon lange betreuten, nicht einfach ihrem Schicksal überlassen, oder? Nachdem andere Tierschutzorgas die gut vermittelbaren Tiere übernommen haben, nahmen wir die auf, für die es sehr schwer werden würde. Darunter auch Lucky.

Wir haben eigentlich angenommen, dass Lucky zu denen gehören würde, die schnell ein Zuhause finden. Schließlich ist er ein freundlicher und anhänglicher junger Hund! Er ist verspielt und verschmust. Was sollte da schon schief gehen?

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Wie er sich bei uns entwickelt hat

Lucky ist all das, was wir im ersten Moment gedacht haben. Und noch viel mehr steckt in dem tollen Burschen. Wenn es das Wörtchen ABER nicht geben würde. Lucky verteidigt zum Beispiel Spielzeug, Futter und Knabbereien sehr heftig. Wir hätten es nicht geglaubt, wenn wir es nicht bei einem Probetermin bei lieben Leuten selbst gesehen hätten. Bei uns zeigt er es nicht so stark, aber wir wissen auch darum und fordern ihn nicht heraus. Wenn man das nicht macht, hat man einen wirklich tollen Hund.

Wir sind auf der Suche nach einem Tiertherapeuten / einer Therapeutin für Lucky. Es muss doch in den Griff zu kriegen sein. Nur leider gestaltet sich diese Suche als gar nicht so einfach. Es gibt so viele Leute die der Meinung sind, sie haben Ahnung von Hunden! Es ist wirklich unglaublich. Am Schlimmsten sind die Herrschaften, die sich von dem netten Mexicaner mit den weißen Zähnen blenden lassen. Immer wieder sehen wir Leute, die ihre Tiere mit den Füßen korrigieren, die ihre Lieben mit einem scharfen Zischlaut mit den Fingern in die Seite ticken. Auch Kettenhalsbänder sind wieder im Kommen. Da haben so viele Leute über 30 Jahre gepredigt, dass Hundeerziehung von Kindererziehung nicht weit entfernt ist und trotzdem kann einer es wieder umschubsen. Treten Sie Ihre Kinder oder zischen sie an und geben einen Schlag in den Nacken, wenn sie nicht funktionieren? Nein, tun Sie nicht und wenn – damit machen Sie sich in Deutschland zum Glück inzwischen strafbar! Sie merken, die Wut über diese „Möchtegerns“ sitzt tief und die Suche nach der geeigneten Person für Lucky gestaltet sich schwieriger als erwartet.

Was wir uns wünschen

Am allerliebsten wäre uns ein Zuhause bei einer ganz bestimmten Person, die in der Hundescene einen sehr, sehr guten Ruf hat. Aber leider hat sie bei sich keinen Platz – sie bekommt täglich so viele Anfragen auf Übernahme von Hunden, dass sie sich kaum retten kann. Sie würde den kleinen Chameur hinbekommen und ihm zeigen, dass er sich um „seine“ Sachen keine Sorgen machen muss. Sie hat übrigens auch ein ganz tolles Buch (eigentlich ist es eine Reihe aus 5 Bänden) geschrieben, das seit Kurzem auf dem Markt ist. Es heißt:“ Ich halte Dich – ein Buch über ungehaltene Hunde!“ Lesen Sie das und vergessen Sie den Mexicaner!

Wenn Sie sich vorstellen können, Lucky so viel Vertrauen zu schenken und ihm ein Zuhause zu geben, werden wir Ihnen gerne mit zur Seite stehen. Die Therapie werden wir natürlich bezahlen. Diese bringt aber eindeutig am Meisten, wenn er bereits ein Zuhause hat. Dann erarbeiten Sie sich sein Vertrauen und bekommen von dem Trainer / der Trainerin das entsprechende Knowhow gleich mitgeliefert. Wenn wir einen Therapeuten finden. ;o)

Übrigens ist unser Lucky ein ganz geschickter „Ausbrecher“ aus seinem Brustgeschirr (Zäune sind vor ihm sicher). Er geht dann ganz einfach Rückwärts und schlängelt sich raus. Er kommt auch wieder, nur hat so ein Brustgeschirr ja schon einen Sinn. Wobei sich dieser für Lucky nicht zu erschließen scheint. Um ihn zu sichern, hat er durch das „Café Glücklich“ in Klötze zu Weihnachten ein neues ausbruchssicheres Brustgeschirr bekommen. Er ist ganz stolz! Steht ihm ja auch gut.

Wie gesagt, geben Sie ihm eine Chance, wenn Sie Hundeerfahrung haben. Jemand muss doch erkennen, was für ein toller Hund er ist. Sicherlich ist es Arbeit, aber auch so einen Weg zusammen zu gehen schweißt zusammen. Und wenn dieser tolle Hund erstmal geknackt ist, dann haben Sie ein richtiges Schmuckstück zu Hause, das immer nur für Sie glänzen wird.