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Gonzales

Rasse: Shetland-Pony
Alter: geb.ca.2009
Geschlecht: männlich, kastriert
Ausbildungsstand: angeritten
Stockmaß: 110 cm
Besonderes: sehr verfressen, neigt zu Hufrehe
vermittelbar als: Nettes Pony von nebenan. ;o)

 

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Nestor

Rasse: Warmblut
Alter: geb. Ende 2017
Geschlecht: männlich, noch unkastriert
Ausbildungsstand: fohlenschlau
Stockmaß: ca. cm erreichend
Besonderes: Sohn von Irma la Douce
vermittelbar als: Aus Nestor kann alles werden. ;o)

 

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Irma la Douce

Rasse: Warmblut
Alter: geb. ca. 2003
Geschlecht: weiblich
Ausbildungsstand: angeritten
Stockmaß: cm
Besonderes: Mutter von Nestor und Bella
vermittelbar als: Reitpferd, ist in der Herde die Leitstute

 

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Timor

Rasse: Warmblut x Quarter-Horse (?)
Alter: geb. Anfang 2017
Geschlecht: männlich, noch unkastriert
Ausbildungsstand: fohlenschlau
Stockmaß: verm. ca. cm werdend
Besonders: Sohn von Larissa
vermittelbar als: Timor kann alles werden! ;o)a

 

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Larissa

Rasse: Pinto x Haflinger
Alter: geb. 12.02.2008
Geschlecht: weiblich, momentan tragend
Ausbildungsstand: angeritten
Stockmaß: cm
Besonderes: Mutter von Timor
vermittelbar als: Reitpferd, kann erst ausziehen, wenn das neue Fohlen abgesetzt wird

 

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Matti und Runa

Rasse: Matti: Corgie Mischling, Runa: Altd. Hütemix
Alter: geb. Matti ca. 2011, Runa ca. 2016
Geschlecht: Rüde und Hündin, kastriert
Familie: schmusig, anschmiegsam und liebevoll
Hunde: bellen erst, sind aber verträglich
andere Tiere: Jagdtrieb
allein sein: zu zweit ist alles besser

 

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Nikolaus

Rasse: Mischling
Alter: geb. 21.06.07
Geschlecht: Rüde, kastriert
Familie: Nikolaus ist völlig unkompliziert.
Hunde: Nico lebte immer alleine, ist aber zu anderen Hunden freundlich
andere Tiere: Nico hat keinen gesteigerten Jagdtrieb.
allein sein: Nico kann einige Zeit alleine bleiben

 

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Nepomuk

Rasse: Border Collie Mischling
Alter: geb. ca. 2012
Geschlecht: männlich -kastriert
Familie: misstrauisch gegenüber Fremden,traumhaft, wenn er Vertrauen hat
Hunde: freundlich und unauffällig anderen Hunden gegenüber (zusammenleben nicht getestet)
andere Tiere: bis jetzt war er immer nur neugierig, aber nicht aggressiv
allein sein: ist sehr artig und ordentlich, kann alleine sein

 

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Chilli und Xylino 06.02.2017

Diese beiden hübschen Pferdchen wurden durch das Veterinäramt sichergestellt. Leider konnte sich die Besitzerin nach der Trennung von ihrem Gatten nicht mehr gut um Haus, Kinder und Tiere kümmern. Nach mehrmaligen Kontrollen kamen die beiden zu uns.

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14. November 2011 (Nachtrag zum 20.10.2011)

Wir haben gehofft, dass die ganze Geschichte ausge-standen ist, aber bereits wenige Tage nach der Räumaktion vom 20.10.2011 erzählten uns Leute am Telefon, dass auf dem einen Hof schon wieder Hunde wären und die besagte Dame würde wieder im Internet Hovawart-Welpen zum Verkaufen anbieten.

Und tatsächlich, als wir dort hingefahren sind,hörten wir Hundegebell!
Am Montag,den 14.11.2011haben wir dann
mit den Veterinärbehörde noch
eine  Mutterhündin mit 3 Welpen geholt.

 Einer der Welpen gehörte auf jeden Fall zu
einem anderen Wurf. Wo seine Geschwister
sind und wo die Mutter ist, wissen wir nicht.
Die Welpen und die Mutter waren im Keller versteckt und furchtbar verdreckt.
Sie waren so voller Würmer, dass ihre Bäuche dermaßen aufgedunsen waren,
dass man schon ein Platzen befürchtete.
Wie gut die Zucht selektiert wurde, konnte wieder daran gesehen werden, dass alle Kleinen einen Überbiss haben und somit für weitere Zucht (bei uns sowieso nicht, da bei uns alle Tiere ab einem gewissen Alter kastriert werden) trotz Papieren ausgeschieden wären. Es handelte sich erneut, wie schon erwartet, nicht um wirkliche Zucht, sondern nur um Vermehrung. Die Besitzer haben uns übrigens gesagt, dass es sich bei ihrer Zucht um eine Gesundzüchtung handelt. Ohne Worte.
Einer der Zuchtrüden vom 20.10.2011  ist inzwischen erblindet. Er hat zum Glück trotzdem ein schönes Zuhause finden können.
Auch diese drei Raketen und ihre Mutter hatten Glück und konnten schnell in geeignete Hände gegeben werden. Sie brauchen hoffentlich nie wieder unter solchen Umständen hausen!

20. Oktober 2011

Viele Menschen melden uns immer wieder viele verschiedene Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und wir müssen oftmals tatenlos zusehen. Übrigens muss das auch das Veterinäramt, denn es kann nur streng nach dem Gesetzt handeln. Und wenn es keine handfesten Beweise für Vergehen gibt, kann auch dieses Amt nichts tun.

So aber zum Glück nicht in diesen beiden Fällen. Ja, Sie haben richtig gelesen. An einem Tag mussten wir mit mehreren Teams gleich auf 2 Grundstücken nach dem Rechten sehen. Möglich war das nur, weil die Familie schon in Niedersachsen mehrmals mit Mißständen in der Tierhaltung auffällig geworden war und dort schon ein Tierhalteverbot erhalten hat. Aber egal – dann zieht man in ein anderes Bundesland und fängt noch mal von vorne an.

Auch jetzt werden diese Leute einen Weg finden, sich erneut zu formieren und weiter machen wie eh und je. Mancher lernt es nicht und scheint auch nicht zu verstehen, was falsch gemacht worden ist. In folgendem Bericht von unserer Tierheimleiterin Ursula Lohse werden Sie erfahren, was an diesem Tag alles passiert ist:

****

Mehrere Monate lang beobachteten unsere Kollegen vom Tierheim in Ahlum zusammen mit den Behörden eine Hundezüchter-Familie in die Nähe des Tierheimes Ahlum. Die Leute waren aus Niedersachsen zugezogen und schon bald bemerkten Nachbarn, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Nun ja, Hunde kann man nicht gut im Verborgenen halten, sie sind einfach zu laut und machen sich bemerkbar. Im Sommer war der Duft von den beiden Grundstücken auch nicht gerade sehr einladend, so dass sich der Verdacht immer mehr erhärtete, dass dort auf dem Hof Tiere in unwürdigen Zuständen gehalten wurden. Kontrollen des Veterinäramtes und unserer Kollegen waren nicht möglich, die Leute öffneten nicht die Tür, bzw. beschimpften unsere Kollegen auf das Übelste. In Deutschland ist der Schutz der Privatsphäre sehr groß, so dass man auch bei einem Verdacht nicht einfach in ein Grundstück darf. Nach wochenlangem Warten, mal war der Richter krank, mal keine Schreibkraft zu erreichen und vieles mehr, hatten wir endlich die telefonische Zusage, dass der Durchsuchungsbeschluss noch vor Ende Oktober kommen sollte.

Eines war klar. Das würde eine größere Aktion werden.

Vom Fenster eines Nachbargrundstückes aus hatten die Kollegen schon mal auf einen der Höfe schauen können und grob gezählt. Man musste von ca. 50 bis 60 Hunden ausgehen, die dort heraus zu holen sein würden. Das bedeutete auch, dass ein Tierheim allein das nicht schaffen würde, da war Hilfe gefragt.

Das Tierheim Ahlum übernahm die Organisation von Fahrzeugen, Transportboxen und vor allem von Mitarbeitern. Teilgenommen haben dann folgende Tierheime und Kollegen:

Tierheim Wollaberg: Hans Gamperl, Brigitte Fuchs und Lebensgefährte

Tierschutzligadorf Groß Döbbern: Dr. Annett Stange, Sandra Baranowski und AZUBI Katja Spiegel.

Tierheim Ahlum: Uschi Lohse,  Iris und Stefan Volk, Jana Kersten und Laura Feldmann.

Für die Mobile Tierrettung war Herr Petersen als Fotograf dabei und Frau Brigitte Tröger hatte die Aufnahme von Hunden für das Tierheim in Unterheinsdorf zugesagt.

Geplant war, dass sich das Team am Morgen des 20.10.2011 mit Polizei, Ordnungsamt, Rechtsabteilung Landratsamt und unsere Mitarbeiter ein paar Dörfer weiter treffen wollten und dann sollte es generalstabsmäßig losgehen. Als die Planung schon komplett stand, begann das Zittern: der versprochene Beschluss war immer noch nicht eingetroffen. Erst wenige Stunden vor Beginn der Aktion, am Nachmittag des Vortages, traf dann das ersehnte Papier ein. Aktionsablauf also wie geplant.

Zeitgleich, morgens um 9.00 Uhr, traten unsere Teams, die vorgenannten Kollegen,

5 Mitarbeiter des Ordnungs- und Veterinäramtes, unterstützt von drei Einheiten Polizei aus Diesdorf, Salzwedel und Stendal in den beiden Dörfern auf und legten den Bewohnern der Höfe den Gerichtsbeschluss vor, der besagte, dass wir alle Tiere abholen können. Erst gab es wüstet Theater, jedoch der geballten Macht von Polizei und so vieler Menschen mussten sich die Leute dann doch beugen.

 

DER ERSTE HOF

Es war unvorstellbar. Auf dem einen Hof lebten 17 Hovawarte zum Teil in finsteren Verschlägen, ohne Licht in großem Schmutz und zwischen vergammelten Knochen.
Die Besitzer hatten den Hunden Schlachtabfälle verfüttert und die Knochen dann einfach im Hof liegen gelassen.

Auch das Tier, das ihnen als Futter an diesem Morgen diente, lag schon mehrere Tage dort. Davon mussten sich alle ernähren. Vom Welpen bis zum Senior.  Die Hunde waren zum Teil sehr ängstlich und wenig menschenbezogen, vor allem die Welpen waren sehr schüchtern und schienen nichts und niemanden zu kennen.

Dieser Hund hatte eine starke Infektion an der linken Vorderpfote. Die Verletzung stank furchtbar aber durch tierärztliche Bahandlung konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Welpen waren vom Pfötchen bis zur Rutenspitze mit Kot und Urin beschmutzt und die runden Bäuche und abgemagerten Körper ließen auf starken Wurmbefall schließen.

 

 

 

 

DER ZWEITE HOF

 

Auf dem zweiten Hof waren fast nur kleine Hunde. Eine kleine Hündin fanden wir mit 5 noch blinden Welpen in
einen dunklen Verschlag in der Scheune. Auf diesem Bild
im Hintergrund zusehen. Keiner weiß, ob die kleinen Wesen es in der Kälte im Stall geschafft hätten. Denn Welpen können ihre Körpertemperatur noch nicht regulieren und kühlen wahnsinnig schnell aus und sterben.

 

 

Ob das die Qualität an Wasser und Futter ist, die wir für Tiere
erwarten, bleibt jetzt einfach mal
für jeden offen. Jedenfalls sind das die Reste, die von der Rasselbande übrig geblieben waren.

 

 

 

 

 

Das Wasser war in jedem Trog extrem dreckig und dieser war noch der sauberste Wassernapf, den wir finden konnten.

 

 

 

Als wir in die Scheune kamen, empfing uns nur ein finsteres Loch, in dem unzählige Hundeaugen glühten. Es war gespenstisch.
Viele Hunde liefen frei im Hof zwischen den alten Knochen herum, und in jeder Kammer im Haus waren Tiere versteckt. Wir bezweifeln sehr, dass den Leuten die genaue Anzahl an Tieren bekannt war.

 

Ohne unseren Kamerablitz…

 

 

 

 

 

…. wären diese Bilder nicht möglich gewesen.

Hier sind mehrere Hovawarts in einer Dunkelkammer eingesperrt.

 

 

Der Dreck, auch im Haus, war unbeschreiblich, die Menschen lebten mit den Tieren in diesem Dreck. Darunter auch Kinder. Das Jugendamt wurde sofort verständigt und kam auch nach kurzer Zeit auf den Hof.

 

Die Hunde waren bis auf wenige Ausnahmen nicht mit einem Chip versehen, so dass wir zur späteren Identifizierung der Hunde jedes
einzelne Tier erst fotografieren mussten,
gingen wir doch davon aus, dass sich die Leute juristisch gegen die Wegnahme derTiere zur Wehr setzen würden. Bevor wir
die Hunde sicher verpackt in
Transportboxen zum Auto tragen
konnten, war also erst mal Papierkram nötig.

Für uns erstaunlich war, dass die Hunde eigentlich alle still gehalten haben und sich ohne Gegenwehr befreien ließen. Nur zwei große Hovawarte die sehr ängstlich waren, versuchten zu schnappen. Nagut, und ein kleiner Tibet-Terrier versuchte, sich aus der Affäre zu ziehen.
Schnell war das erste Auto vollgeladen und konnte schon mal zum Tierheim Ahlum zum Ausladen fahren. Gegen 15.00 Uhr hatten wir dann alle Tiere in Ahlum und konnten zählen. Insgesamt hatten wir 86 Hunde abgeholt,
davon viele trächtige Hündinnen und
Hündinnen mit Welpen
.
Verteilt haben wir die Tiere dann auf folgende Tierheime:
Tierheim Unterheinsdorf
Tierheim Wollaberg
Tierschutzligadorf Groß Döbbern
Tierheim Ahlum.
Die Beschlagnahmung hatte am Donnerstag stattgefunden, in der Nacht vom Freitag zum Samstag wurden dann schon die ersten Welpen geboren. In Wollaberg 5 Kleine und in Ahlum 4 Stück. Eine ganze Reihe Hündinnen sind aber noch trächtig und so erwarten wir in den nächsten Tagen noch weiteren Nachwuchs.
 Obwohl die Leute bereits in einem anderen niedersächsischen Landkreis vom Gericht ein Tierhalteverbot auferlegt bekommen hatten, machen sie einfach weiter. Von Einsicht keine Spur. Ich bin überzeugt, dass uns der Fall noch lange beschäftigen wird.
Uschi Lohse

 

26. September 2009

Für das Veterinäramt sollten wir an diesem Tag einfach nur zu einer Überprüfung eines Hofes mitkommen. Dieser Hof war schon lange vielen Leuten ein Dorn im Auge, aber bis jetzt wurde sich immer dagegen gesperrt, die Ämter auf den Hof zu lassen.

 Die Frau des Hauses lies uns ein und erzählte, dass ihr Mann schon seit einiger Zeit im Krankenhaus wäre und ihr alles über den Kopf wachsen würde.

 Das, was uns erwartete, war Schlimmer als alles, was wir bisher gesehen haben. Aller Tiere waren verhungert. Dort lebten viele Schweine, die sich schon gegenseitig frassen. Lässt nur hoffen, dass die Gefressenen schon tot waren, als die anderen über sie herfielen.

 

Alle Tauben in den Käfigen waren verendet, genauso wie die meisten Kaninchen und Meerschweinchen. Die noch lebenden saßen neben den Toten. Und das nicht erst seit einer Woche!

 

 

Wann das Grauen begonnen hat, konnte auch niemand mehr sagen. Scheinbar kümmerte sich die Frau nur um die Tiere im Haus und um die Hunde. Um alle anderen „kümmerte“ sich ihr Mann.

 

Die Rinder standen knietief im Dreck und hatten auch kein Futter. Die drei halb verhungerten Ponies haben wir mitgenommen. Eines hat duch die monatelange Mangelernährung trozt vorsichtiger Anfütterung eine Kolik bekommen und verstarb, eines konnte in eine Pflegestelle bei Burg ziehen und unser Campari konnte in ein tolles Zuhause vermittelt werden.

Wir fanden Pferdeschädel und andere Knochen, ob diese Tiere als Futtermittel bereits tot eingekauft wurden oder ob sie dort elend zugrunde gegangen sind,  wissen wir nicht. Die Dame des Hauses konnte uns auch nichts darüber sagen. Sie würde sich nur um die Hunde kümmern und nie hier hinten sein. Sie hätte genug mit allem Anderen zu tun. Dumm nur, dass sie als alleinige Tierhalterin, was aus den Papieren erging, die volle Verantwortung für den Hof hat.

Ob das mit dem Kümmern um die Hunde und die Tiere im Haus geklappt hat?                                  Da überlassen wir  Ihnen das Urteil.

Der Gestank und Dreck waren einfach unbeschreiblich. Wahrscheinlich wäre alles schon längst bekannt geworden, wenn der Hof direkt im Ort gelegen hätte anstatt etwas außerhalb des Dorfes. So wurde niemand so sehr belästigt, dass er ständig meckerte. Es gab zwar viele andere Menschen, die aber gerne anonym bleiben wollten. Leider sah es nicht nur bei den Nutztieren so aus, bei den Hunden war es nicht anders. Manche waren so dürr, dass wir diese sofort mitnahmen – insgesamt 13 Tiere kamen direkt zu uns ins Tierheim.

Darunter 3 Englische Bulldoggen  angeschafft anscheinend zu Vermehrung, die aber durch ihre schlechte Zuchtauswah l(massive Atemprobleme wegen zu kurzer Nasen, schwere HD und ED, Spondylose der gesamten Wirbelsäule, Fehlstellungen der anderen Gelenke, vererbbare Erkrankungen der Augen usw, usw ) krankhaft veränderte Nachkommen gehabt hätten. Käme so ein Tier dann zu einem Menschen, der billig
eine Bulldogge kaufen will, könnte dieser eventuell die hohen auf ihn zukommenden Tierarztkosten nicht zahlen. Und dann?

Eine Bulldogge kostet von einem seriösen Züchter ca. € 1800,- nach oben sind da keine Grenzen gesetzt. Bei einem Vermehrer nur € 650.- oder € 900.- Leider geht dieses „Einsparen der Kosten“ immer zu Lasten der Vierbeiner.

Auch Altdeutsche Hütehunde, Schäferhunde, vom Terrier bis zum Mischling war alles vertreten. Und es wurden Rüden und Hündinnen nicht getrennt. Wozu auch? Welpen bringen ja Geld.

Die Hunde hatten dermaßen lange Krallen, dass sie kaum laufen konnten und waren ganz voller Flöhen und Würmern. Wir stellten alle sofort unserer Tierärztin vor. Ließen sie entwurmen, entflohen und einige Zeit später impfen. Alle haben sich toll entwickelt und viele von Ihnen haben inzwischen schon ein neues Zuhause.

Die Leute haben noch immer Tiere dort. Was an dem Tag unseres Besuch noch laufen konnte und nicht direkt von einem Tierarzt eingeschläfert wurde, muss noch immer dort leben. Es wurden strenge Auflagen erteilt, sollten diese nicht eingehalten werden, ist ein Tierhalteverbot unausweichlich.

Übrigens leben auch auf diesem Hof Kinder. Aber jetzt ist immer bei Einsätzen das Jugendamt  eingeweiht. Es kann nicht sein, dass wir zwar den Tieren helfen können, aber die Kinder in diesen furchtbaren Zuständen hausen lassen müssen. Teilweise haben wir schon gesehen, dass die Tiere ins Kinderbett gekotet haben. In diesem Fall war das Badezimmer der Familie als Welpenaufzuchtzimmer benutzt worden. Wogegen eigentlich nichts spricht, wenn man denn regelmäßig saubermacht. Bei der Menge Hundekot war das aber wohl kaum der Fall. Die Kinder hätten im Slalom zur Toilette gehen müssen. Dazu fällt einem wirklich nichts mehr ein.

Nur die Hoffnung bleibt, dass vielleicht doch mal einer dieser Tiermessies versteht, warum Tiere und vielleicht sogar die Kinder eine neue Familie haben sollten. Bei der Versorgung der Kinder reicht aber auch oftmals, wenn den Familien jemand hilfreich zur Seite gestellt wird.
Und die Hoffung sollte man nie aufgeben, oder?