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erstellt am: 17.02.2017

Dundee

Rasse: Australien Shepherd
Alter: geb. 10.01.2013
Geschlecht: männlich – kastriert
Familie: nicht zu kleinen Kindern
Hunde: er bellt zwar, will aber toben
andere Tiere: scheinbar unkompliziert – wir werden noch weiter testen
allein sein: er kann alleine bleiben, man kann ihn allerdings nicht wegsperren

 

Herkunft

Dundee wurde als Welpe von seiner Familie aufgenommen. Als Haus und Familienhund. Er scheint aber aus einer reinen Arbeitslinie zu stammen – anders können wir uns die dort aufgetretenen Probleme die zu seiner Abgabe führten, nicht erklären.

Dundee wurde trotz langem Training nie richtig leinenführig. Er bellte andere Hunde an der Leine an, wollte aber eigentlich nur zum Toben hin. So folgte auf ein Trainer ein anderer, und ein weiterer. Er durchlief verschiedene „Hundeschulen“, von der Version mit dem Unterwerfen und dem Leinenruck bishin zu einem netten Trainer, der nach Hause kam und mit ihm tolle Spaziergänge absolvierte. Ob sein Misstrauen in Menschen aus diesem ständigen hin und her resultiert, können wir nur vermuten.

Jedenfalls wurde es in seinem Zuhause zunehmend schwieriger. Dundee fing an, die Kinder zu hüten und Aussi typisch im Notfall bei „Ungehorsam“ auch mal zu knibbeln. Das passierte vorrangig, wenn die Kinder so richtig ausser Rand und Band waren. z.B. spielen zu mehreren im Pool mit viel Lärm und Geschrei oder wenn der Sohn auf dem großen Trampolin war. Wenn man ihn dann im Haus lassen wollte, hat er die Türen vor Aufregung zerkratzt. Er wollte umbedingt raus und alle zur Ruhe bringen. Ein ganz typisches Verhalten für einen unausgelasteten Hütehund. Dundee ist da kein Einzelfall.

Eines Tages kam es mit Frauchen zu einem Beißvorfall. So richtig sind wir nicht dahinter gekommen, warum es passierte. Wir denken aber, dass Dundee einfach sämtliches Vertrauen verloren hatte und dann selbst sein Frauchen micht mehr an sich heran ließ.

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Wie er sich bei uns entwickelt hat

Aber lassen Sie sich von seiner Vorgeschichte nicht abschrecken. Dundee traut allem Anschein nach niemandem mehr richtig. Er freut sich zwar auf seine Spaziergänge und Streicheleinheiten, jedoch scheint er dem Frieden nicht so recht zu trauen. Das heißt, es ist eine Menge Geduld gefragt, wenn man diesen hübschen Eisberg zum Schmelzen bringen will. Wir haben diese Geduld. Jedoch wird es bei uns viel länger dauern, als wenn er ein Zuhause hätte. Eines, indem sich vielleicht nur ein, zwei Personen um in kümmern. Wir sind hier viele – er muss sich arrangieren -und uns einen klitzekleinen Vertrauensvorschuss geben. Wir werden ihn nicht enttäuschen.

Was wir uns wünschen

Liebe, einfühlsame und geduldige Menschen braucht Dundee. Jemand, der sich von seiner Vorgeschichte nicht abschrecken lässt. Sein Verhalten resultiert aus Frust durch die falschen Haltungsbedingungen. Auch wenn es für jeden anderen Hund ein tolles Zuhause gewesen wäre. Aber eben nicht für diesen aufgeweckten Aussi. Dundee braucht ein stabiles Zuhause mit einer Aufgabe. Kopfarbeit ist das Zauberwort für einen Hütehund. Da hilf auch kein kilometerlanges Radeln oder Joggen. Es gibt so viele Möglichkeiten zur Auslastung.

Wenn Sie sich vorstellen können, diesem tollen, unverstandenen Hund ein passendes Zuhause zu geben, wird er Sie sicherlich nicht enttäuschen. Geben Sie sich einen Ruck und ihm eine Chance. Dundee hat es so verdient!